GPP Glas

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Fachbegriffe

Legende Fachbegriffe rund um den Baustoff Glas
Fachbegriffe_Glas_01.pdf [1484 KB]

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TL

Lichttransmissionsgrad
(im sichtbaren Bereich von 380 - 780 nm)

TUV

Ultravioletter - Transmissionsgrad
(im ultravioletten Bereich von 300 - 380 nm)

RLa

Lichtreflexionsgrad nach außen

RLi

Lichtreflexionsgrad nach innen

Te

Strahlungstransmissionsgrad

Re

Strahlungsreflexionsgrad (nach außen)

Aa

Strahlungsabsorptionsgrad der Außenscheibe

Am

Strahlungsabsorptionsgrad der Mittelscheibe

Ai

Strahlungsabsorptionsgrad der Innenscheibe

g
Gesamtenergiedurchlassgrad

b

mittlerer Durchlassfaktor der Sonnenenergie, bezogen auf den Energiedurchgang eines Zweischeiben-Normalfensters; b= g/0,80 (shading coefficient)

Ug

Nennwert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung (gemäß DIN EN 673 mit ΔT=15K)

εn

normales Emissionsvermögen

Ra,D

allgemeiner Farbwiedergabeindex in Durchsicht

Ra,R

allgemeiner Farbwiedergabeindex in Reflexion

RW

Bewertetes Schalldämmaß

C

Spektrum-Anpassungswert

Ctr

Spektrum-Anpassungswert

#

Kennzeichnet die Position der Beschichtung


Erweiterte Details zu den Fachbegriffen

(alphabetisch sortiert)

A

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Absorption der Energie

Neben der Transmission und Reflexion ist die Absorption die dritte bestimmende Größe beim Strahlungsdurchgang durch Glas.

Transmission
+ Reflexion
+ Absorption
_________________
= 100 %

Durch die Absorption wird die Strahlungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt und führt zu einer Temperaturerhöhung der absorbierenden Glasscheibe

Angriffhemmende Verglasungen

Angriffhemmende Verglasungen werden in folgende Gruppen eingeteilt:

  • durchwurfhemmende Verglasungen
  • durchbruchhemmende Verglasungen
  • durchschusshemmmende Verglasungen
  • sprengwirkungshemmende Verglasungen.

Mit amtlicher Prüfung der angriffhemmenden Verglasung wird die Angriffseite festgelegt. Damit ist auch die Einbauposition bestimmt.
Neben der Norm DIN 52 290 und den VdS-Richtlinien gelten seit dem Jahr 2000 die neuen europäischen Normen für angriffhemmende Verglasungen.
Die DIN EN 356 bezieht sich auf die durchwurf- bzw. durchbruchhemmenden, die DIN EN 1063 auf die durchschusshemmenden Verglasungen.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Widerstandklassen der Normen näherungsweise gegenübergestellt.



B

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b-Faktor (shading coefficient)

Der "mittlere Durchlassfaktor b" ist die entscheidende Größe zur Berechnung der Kühllast.
Der b-Faktor wird auch "shading coeffizient" genannt und ist nach VDI 2078, Ausgabe Juli 1996, das Verhältnis aus g-Wert der jeweiligen Verglasung und dem g-Wert eines Zweischeiben-Normalglasfensters.
Der g-Wert dieses Zweischeiben-Normalglasfensters wird als Konstante mit 80 % angesetzt.

Bewertetes Schalldämm-Maß Rw

Bei der schalltechnischen Beurteilung von Verglasungen findet das bewertete Schalldämm-Maß Rw nach EN 20140 T. 3. Verwendung. Es wird durch Messungen und Vergleich mit der Bezugskurve ermittelt und in Dezibel (dB) ausgedrückt.
Auf Grund des logarithmischen Maßstabs bewirkt eine Verbesserung der Schalldämmung von 10 dB eine Halbierung der Lärmbelästigung

D

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Doppelscheibeneffekt

Bedingt durch die optimale Planparallelität von Floatglasscheiben kann es bei bestimmten Lichtverhältnissen oder Umgebungseinflüssen (Luftdruck, Temperatur) zu physikalisch bedingten optischen Erscheinungen kommen. Diese machen sich durch regenbogenartige Flecke, Bänder, Ringe, optische Verzerrungen und Mehrfachspiegelungen bemerkbar.
Diese Interferenzen sind rein physikalisch bedingte Lichtbrechungs- und Überlagerungserscheinungen aller Isolierglaseinheiten. Sie treten nur in Fällen auf, bei denen zwei oder mehrere Floatglasscheiben hintereinander angeordnet werden.

Durchbruchhemmende Verglasung

Die Normen klassifizieren Verglasungen in drei Widerstandsklassen gegen Durchbruch mit steigendem Sicherheitsgrad. Die Eignungsprüfung erfolgt mit einer maschinell geführten, 2 kg schweren Axt. Dabei wird die Anzahl der Schläge ermittelt, die benötigt wird, um eine 400 mm x 400 mm große Durchbruchöffnung in den Prüfling (110 cm x 90 cm) zu schlagen.

Die Prüfanforderungen und die sich daraus ergebenden Widerstandsklassen sind wie folgt dargestellt:

DIN EN 356

Widerstandsklasse

Anzahl der Axtschläge

P6B

30 bis 50

P7B

51 bis 70

P8B

über 70

DIN 52 290 Teil 3

Widerstandsklasse

Anzahl der Axtschläge

B1

30 bis 50

B2

51 bis 70

B3

über 70

Durchschusshemmende Verglasung

GPP bietet durchschusshemmende Verglasungen aller geprüften Produzenten an.

Es ist unser Panzerglas und bietet höchste Sicherheit vor Angriffen auf Leib und Leben. Die Prüfung sieht ein dreimaliges Beschießen des Prüflings vor, wobei die Einschüsse in einem fixierten Abstand zueinander zu platzieren sind. Die Widerstandsklassen unterscheiden sich durch das eingesetzte Kaliber. Zusätzlich erfolgt eine Differenzierung in "splitterfrei" (NS bzw. SF) und "Splitterabgang" (S bzw. SA).
Die DIN EN 1063 gliedert beschusshemmende Verglasungen mit Splitterabgang in neun Klassen mit steigender Schutzwirkung von BR1-S bis SG2-S. Daneben gibt es ebenfalls neun splitterfreie Klassen von BR1-NS bis SG2-NS.
Die DIN 52 290 Teil 2 gliedert fünf beschusshemmende Verglasungsklassen mit Splitterabgang von C1SA bis C5SA sowie fünf splitterfreie Klassen von C1SF bis C5SF.

Sonderausführungen mit speziellen Kunststoffzwischenschichten auf Anfrage.

Durchwurfhemmende Verglasung

Die Normen klassifizieren Verglasungen nach ihrer Schutzwirkung gegen Durchwurf. Das Prüfverfahren geht von schweren Wurfgeschossen aus, die mit einer 4.110 g schweren Metallkugel mit einem Durchmesser von 10 cm im freien Fall simuliert werden. Die Kugel wird auf jede Probe (110 cm x 90 cm) mehrmals aus definierter Höhe fallengelassen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn keine Kugel die Probe durchschlägt. Die unterschiedlichen Prüfanforderungen und die sich daraus ergebenden Widerstandsklassen der jeweiligen Norm sind nachfolgend dargestellt:

DIN EN 356

Widerstandsklasse

Fallhöhe mm

Anzahl der Kugeln

P1A

1500

3

P2A

3000

3

P3A

6000

3

P4A

9000

3

P5A

9000

3x3

DIN EN 52 290 Teil 4

Widerstandsklasse

Fallhöhe mm

Anzahl der Kugeln

A1

3500

3

A2

6500

3

A3

9500

3

E

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Einbruchhemmende Verglasung

Zur Prämienfestsetzung der Schutzobjekte prüft die VdS Schadenverhütung GmbH einbruchhemmende Verglasungen (EH) auf durchbruchhemmende Eigenschaften. Die von ihr anerkannten Produkte werden in ein Verzeichnis aufgenommen. Die verschiedenen EH-Verglasungen sind in fünf Widerstandsklassen mit steigender Schutzwirkung eingeteilt:

EH 01
EH 02
EH 1
EH 2
EH 3

GPP bietet alle geprüften Produkte der renommierten Hersteller für alle Widerstandsklassen geeignete, von der VdS geprüfte, Sicherheitsverglasungen an.
Das heute noch am Markt angebotene Produkt Typ DH 4 entspricht der Widerstandklasse EH.

Emissionsvermögen

Die Ermittlung des Emissionsvermögens erfolgt durch Messung der Reflexion einer Bauteiloberfläche.
Hierbei wird unterstellt, dass der Einfallswinkel nahezu senkrecht zur betrachteten Oberfläche liegt und die Messung bei verschiedenen Wellenlängen stattfindet. Der so ermittelte Reflexionswert R wird gemäß der Formel

e = 1- R

in den Emissionswert umgerechnet.
Da es messtechnisch nicht möglich ist, genau mit einem Einfallswinkel von 0° zu messen, wird im allgemeinen bei einem mittleren Einfallswinkel von ≤10° gemessen. Dieses Ergebnis wird generell als normales Emissionsvermögen bezeichnet

Effektives Emissionsvermögen e nach DIN EN 673

Für die praktische Berechnung des U-Wertes von Glas ist der reine Messwert en nicht brauchbar. Nach den Vorgaben der DIN EN 673 wird das normale Emissionsvermögen en mittels eines Korrekturfaktors in das effektive Emissionsvermögen en umgerechnet. Dieser Wert dient zur Berechnung des U-Wertes.

Normales Emissionsvermögen en nach DIN EN 673

Bei der Ermittlung des normalen Emissionsvermögen en, nach DIN EN 673 wird das im Abschnitt "Emissionsvermögen" beschriebene Messverfahren zugrunde gelegt, wobei 30 Wellenlängen zwischen 5,5 em  und 50 em ausgewertet werden.
Aus diesen Einzelergebnissen wird der Mittelwert unter Berücksichtigung der Verteilung der Temperaturstrahlung bei + 10°C bestimmt.
Das Resultat wird als "normales Emissionsvermögen en" bezeichnet.

ESG-Einscheibensicherheitsglas

ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas. Die Vorspannung wird durch eine Wärmebehandlung des Glases erreicht. Der Herstellungsprozeß von ESG besteht im raschen und gleichmäßigen Erhitzen einer Glasscheibe auf über 600 °C und dem anschließenden zügigen Abkühlen (Abschrecken) durch Anblasen mit kalter Luft. Die charakteristische Spannungsverteilung im Einscheiben-Sicherheitsglas bewirkt, daß die äußeren Flächen zum Kern hin unter Druckspannung, der eigentliche Kern des Glases jedoch unter Zugspannung steht. Beide Spannungen müssen zueinander im Gleichgewicht stehen, denn nur so ist der stabile Spannungszustand zu erreichen, der die Sicherheitseigenschaften von ESG gewährleistet.

ESG verfügt über einen erhöhten Verletzungsschutz, denn im Falle der Zerstörung entsteht ein engmaschiges Netz von kleinen, meist stumpfkantigen Glaskrümeln und keine scharfkantigen Glassplitter.

Zusätzlich zu dieser Sicherheitseigenschaft, zeichnet sich ESG durch weitere Vorzüge aus:
  • Erhöhte Biegefestigkeit 120 N/mm² gegenüber
    45 N/mm² bei Floatglas
  • Erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit im Pendelschlagversuch nach DIN 52 337 bzw. DIN EN 12.600 (E)
  • Erhöhte Temperaturwechsel-Beständigkeit über die Scheibenfläche
    200 K statt 40 K bei normalem Floatglas

F

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Farbwiedergabe-Index Ra

Die Farbwiedergabeeigenschaften einer Verglasung werden durch den allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra nach DIN 6169 oder DIN EN 410 ermittelt. Die Skala für Ra reicht bis 100. Der optimal mit einer Verglasung erreichbare Ra-Wert ist 99.
Der Ra,D-Wert kennzeichnet die Farberkennung bei Tageslicht erstens im Raum und zweitens bei Durchsicht. In vergleichbarer Weise kennzeichnet der Ra,R-Wert die Farbwiedergabe des Glases auf der Ansichtsseite.

Floatglas

Das moderneFloatglas-Herstellungsverfahren, eine Erfindung von Pilkington, hatzwischenzeitlich alle früheren Produktionsverfahren für Flachglas abgelöst.Float heißt auf deutsch soviel wie "obenauf schwimmen oder treiben"und damit ist auch das eigentliche Prinzip dieses Verfahrens charakterisiert.
Beim Floatverfahrenbewegt sich ein endloses Glasband aus der Schmelzwanne auf ein flüssigesZinnbad. Dort schwimmt es auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls, breitetsich aus und wird genügend lange auf einer ausreichend hohen Temperaturgehalten. In Folge der Oberflächenspannung der Glasschmelze und der planenOberfläche des Zinnbades, bildet sich auf natürliche Weise ein absolutplanparalleles Glasband.
Im Kühlkanal und auf deranschließenden Transportstrecke kühlt das Glas bis auf Raumtemperatur ab, sodass es in Tafeln geschnitten werden kann.


Schema Glasherstellung im Float-Verfahren

G

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g-Wert gem. DIN EN 410

Der g-Wert ist der Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasungen für Sonnenstrahlung im Wellenlängenbereich von 300 nm bis 2.500 nm. Die Größe ist für klimatechnische Berechnungen von Bedeutung und wird in Prozent ausgedrückt.

Der g-Wert setzt sich zusammen aus direkter Sonnenenergietransmission und sekundärer Wärmeabgabe nach innen infolge langwelliger Strahlung und Konvektion.



Produktbeispiel:Gesamtenergiedurchlassgrad von iplus neutral S gem. DIN EN 410.
Der Bemessungswert "g" für den Gesamtenergiedurchlassgrad wird grundsätzlich nach der europäischen DIN EN 410 bestimmt.

Gasfüllung

Zur Verbesserung der Funktionen im Wärme- und Schallschutzbereich werden moderne Funktionsisoliergläser mit unterschiedlichen Gasfüllungen ausgestattet. In der Regel handelt es sich um Krypton oder Argon oder Gemische daraus.
So ist es möglich, dass moderne Isoliergläser U-Werte bis zu 0,5 W/m²K oder Schalldämm-Werte bis zu Rw = 52 dB erreichen.

Aus Gründen des Umweltschutzes verzichten unsere Isolierglaspartnerbetriebe generell auf den Einsatz von SF6 zur Verbesserung der Schalldämmung. Dieses Treibhausgas wird nicht mehr eingesetzt!

Glasheizkörper

Glasheizkörper sind aus Verbundsicherheitsglas als Standheizkörper oder für die Wandmontage bei GPP verfügbar.

Auf dem Markt befinden sich zahlreiche Standartabmessungen und Designausführungen mit unterschiedlichen Heizleistungen


Auch Anwendungen als beheizter Badezimmerspiegel sind bei GPP verfügbar.

H

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Harter Stoß (Schlagfestigkeit)

Zum Schutz gegen Vandalismus, Steinschlag oder Einwirkungen von herabfallenden Gegenständen mit relativ geringer Masse und hoher Geschwindigkeit z.B. bei einem Glasdach, wird der Kugelfalltest nach DIN 52338 durchgeführt.

Dieser Test auch „harter Stoß“ genannt wird in den Landesbauordnungen und z.B. Verordnung MA 64-39/2004 (2008) befristete Zulassung von Glas im Bauwesen in festigkeitstechnischer Sicht gefordert.

Der Nachweis kann rechnerisch durch einen Ziviltechniker mit einschlägiger Befugnis geführt werden, oder erfolgt durch eine Prüfung nach Anforderung aus DIN 52338.

Versuchsanordnung:

Eine Stahlkugel von 1030g wird auf einen VSG-Prüfkörper des Formats 500x500mm aus mindestens 4m Fallhöhe fallengelassen und darf diesen nicht durchschlagen.

Bei Einscheibensicherheitsglas (ESG) wird dieser Test in der Regel ab einer Glasdicke von 6mm bestanden.
Bei Verbundsicherheitsglas (VSG) wird dieser Test bereits bei einfachen VSG-Aufbauten mit 0,76 PVB-Folie und zwei mal 3mm Glasstärke problemlos bestanden.


Heißlagerungstest (Heat-Soak-Test)

Die verzögerte Zerstörung von vorgespannten Glasscheiben (ESG), ohne erkennbare äußere Einwirkung wird als Spontanbruch bezeichnet.

Nicht zu verwechseln mit dem Spontanbruch sind zeitlich versetzt auftretende Glasbrüche durch mechanische Einwirkungen oder nachträgliche Kantenverletzungen. Auch unsachgemäßer Transport und unsachgemäße Verarbeitung können zum Bruch führen.

Gemäß den gültigen ÖNORMEN und DIN 18 516 Teil 4 und der Verordnung- Zulassung von Glas im Bauwesen MA64-39/2004 für die müssen beim Einsatz von ESG als hinterlüftete Außenwandbekleidung ESG Scheiben einen Heißlagerungstest (Heat-Soak) durchlaufen. Hierbei wird durch Erhitzen der Scheibe ein möglicher Spontanbruch gewollt herbeigeführt.

Die Bauregeliste A (BRL-A) 2002/1 führte das heißgelagerte Einscheibensicherheitsglas (ESG-H) als geregeltes Bauprodukt ein. In einem zertifizierten Heat-Soak-Ofen wird bei Interpane Hildesheim das Glas an jeder Stelle einer Temperatur von 290 °C ± 10 °C über eine Haltezeit von mindestens 4 Stunden ausgesetzt.
Ein gemäß diesen Regelwerken durchgeführter Heat-Soak-Test minimiert nach dem Stand der Technik das Risiko eines Spontanbruches durch Nickelsulfid-Einschlüsse im eingebauten Zustand.

Heizglas

Flächenheizungen aus Glas sind als Einfachglas und in Isolierglasausführungen bei GPP verfügbar. Anwendungen in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie z.B. Panoramascheiben in einem Hotelhallenbad (Winterbetrieb) stellen ein Typischens Einatzgebiet dar.


I

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Interferenz-Erscheinungen

Bedingt durch die optimale Planparallelität von Floatglasscheiben kann es bei bestimmten Lichtverhältnissen zu physikalisch bedingten optischen Erscheinungen kommen.
Diese machen sich durch regenbogenartige Flecke, Bänder und Ringe bemerkbar, die beim Druck auf die Scheiben ihre Lage verändern.

Interferenzen sind rein physikalisch bedingte Lichtbrechungs- und Überlagerungserscheinungen, sie treten nur in Fällen auf, bei denen zwei oder mehrere Floatglasscheiben hintereinander angeordnet werden.

Es handelt sich somit bei diesen Interferenzen um Erscheinungen, die als Ausdruck einer ausgezeichneten Floatglasqualität anzusehen sind.

Isolierglas

Isolierglas gibt es seit etwa 60 Jahren. Das älteste Patent zu diesem Thema stammt sogar aus dem Jahre 1865.
Die offizielle Definition des Begriffs Isolierglas ist in DIN 1259 Teil 2 festgelegt:
Mehrscheibenisolierglas ist eine Verglasungseinheit, hergestellt aus zwei oder mehreren Glasscheiben (Fensterglas, Spiegelglas, Gussglas, Flachglas) die durch einen oder mehrere luft- bzw. gasgefüllte Zwischenräume voneinander getrennt sind. An den Rändern sind die Scheiben gas- bzw. feuchtigkeitsdicht durch organische Dichtungsmassen, verlöten oder verschweißen verbunden.

In dem abgeschlossenen Raum zwischen den Scheiben befindet sich kein Vakuum, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, sondern getrocknete Luft oder Spezialgas. Vakuum ist aus statischen Gründen unmöglich.

K

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Küchenrückwände aus Glas

Glas bietet sich hinsichtlich seiner leichten Reinigung und seiner Grossflächigkeit an, als Küchenrückwand verwendet zu werden. Dabei sind die physikalischen Eigenschaften des Glases zu berücksichtigen.

Glas ist ein spröder Werkstoff und hat eine relativ geringe Temperaturwechselbeständigkeit. Bleibt z.B. die Kante kalt, während sich der darüber liegende Teil aufheizt, entstehen an der Kante Zugspannungen, die zum Glasbruch führen können. Aus diesem Grunde muss der Abstand zwischen der Kochplatte und den darauf befindlichen Pfannen und Töpfen zur Glaswand ausreichend gross sein, um eine Abstrahlung oder Berührung von dem heissen Material zur kalten Glasscheibe zu vermeiden. Deshalb sollte auch vermieden werden, dass heisser Dampf an die Scheibe gelangt.

Ausschnitte und Bohrungen stellen eine Schwächung der homogenen Glasscheibe und daher ein erhöhtes Glasbruchrisiko dar. Die bei Ausschnitten die entstehenden Innen-Ecken müssen abgerundet werden, um die Glasbruchgefahr von diesen Stellen aus zu reduzieren. Mit grösser werdendem Durchmesser verringert sich die Bruchgefahr. Der Mindestdurchmesser dieser Abrundung sollte 8 mm bei einer 6 mm dicken Glasscheibe sein.

Thermisch vorgespannte (ESG), bzw. teilvorgespannte (TVG) Gläser haben eine höhere Temperaturwechselbeständigkeit, die einen Glasbruch als Folge örtlich unterschiedlicher Temperaturbelastung ausschliesst. Solche Gläser sind teurer als Floatglas und haben eine längere Lieferzeit.

Glasbruch als Folge einer Beschädigung von aussen kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Es bietet sich somit an, die Glasscheiben zu unterteilen, um im Schadensfall ein einfaches Auswechseln zu ermöglichen. Wird eine über die gesamte Wand eingesetzte Küchenrückwand beschädigt und muss ausgewechselt werden, stellt dies je nach Einbausituation einen erheblichen Aufwand dar. 

Der Untergrund, auf welchem die Glasrückwände montiert werden, muss eben sein, um Verspannungen in der fertig verlegten Glasplatte zu vermeiden. Werden Küchenrückwände sowohl vor Wände gesetzt, aber auch als allein stehende Abtrennungen verwendet, muss beachtet werden, dass die aufgebrachten Farbbeschichtungen Licht, besonders bei direkter Beleuchtung teilweise hindurchtreten lässt und sich dadurch die Farbwiedergabe ändern kann. Eine Hinterlüftung der Gläser muss gewährleistet sein. Die Abdichtungsfugen sollten daher nur im Bereich der Arbeitsplatte ausgeführt werden. Ein generelles Abdichten an allen Kanten ist zu vermeiden. Die Verklebung der Glasplatte mit der Wand sollte immer im vertikalen Kleberaupen erfolgen. Der Untergrund der Verklebung auf der Wand muss hierfür ausrechend geeignet sein. Gegebenenfalls sind Haftvermittler – Primer – zu verwenden.

Eine frühzeitige Planung und damit auch Abstimmung der Einflussgrössen auf das Glas ist unbedingt erforderlich. Nur der Fachmann kann hier objektbezogen Auskunft über die richtige Anwendung und Glasart geben. Küchenrückwände sind Einzelanfertigungen.

L

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Lichtdurchlässigkeit

Die Lichtdurchlässigkeit tL  drückt den direkt durchgelassenen, sichtbaren Strahlungsanteil im Bereich der Wellenlänge des sichtbaren Lichts von  380 nm bis 780 nm, bezogen auf die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges, aus. Die Lichtdurchlässigkeit wird in Prozent angegeben und u. a. von der Glasdicke beeinflußt. Bedingt durch den unterschiedlichen Eisenoxidgehalt des Glases sind geringfügige Schwankungen möglich.

So verfügt Floatglas als Einzelscheibe im sichtbaren Spektralbereich über eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 90 %.
Normales, unbeschichtetes Isolierglas, bestehend aus zwei Floatglasscheiben, besitzt eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 82 %.
Die Bezugsgröße 100 % ist eine unverglaste Maueröffnung.

LED Glas ( power glass® )

LED Gläser eine faszinierende Technologie welche eine durchsichtige Leiterplatte aus Glas welche in einem Verbundglas (Gießharzverbund) integrierte Leuchtdioden (LED) kabellos mit Strom versorgt. Die beidseitig abstrahlenden LED scheinen dadurch förmlich im Glas zu schweben.

Neueste Technologien lassen auch eine einzelne Ansteuerung der LED innerhalb des Scheibenverbundes zu.

Verfügbare LED Farben: weiß; rot; blau; grün.

Max. Glasmaß 1200x2800mm

Ausführungskombinationen mit ESG Sicherheitsglas in allen Stärken ab 4mm möglich

E. Versorgung als Schutzkleinspannung 12/24/45 VDC

Laufschriften und Grafiken auf Anfrage möglich


P

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Pendelschlagprüfung (weicher Stoß)

 

Bei Anwendungen, wie beispielsweise Absturzsichernde Verglasungen, Brüstungen und Umwehrungen in Aufenthalts und Verkehrsbereichen von Gebäuden, Lifteinhausungen etc., wird in den meisten Landesbauvorschriften der Nachweis „Weicher Stoß“ gefordert.

Dieser Nachweis kann einerseits unter bestimmten Umständen rechnerisch, oder durch eine Bauteilprüfung – Pendelschlagprüfung nach EN 12600 erfolgen. In der ÖNORM EN 1991-1-1:2003, Tab. 6.12 sind die Nutzungskategorien und Fallhöhen für den weichen Stoß gelistet, nach deren Klassifizierung die Pendelschlagsprüfung erfolgt. Im Regelfall gelangen nur Verbundsicherheitsgläser (VSG) mit splitterbindender Wirkung PVB-Folie zur Vermeidung von Verletzungen bei Bruch der Verglasung zur Prüfung – Einsatz. Die Prüfung wird auf einem Normprüfstand nach EN 12600 durchgeführt.

Zur Prüfung pendelt ein an einem Zugseil hängender 50kg schwerer Doppelreifen (sog. Zwillingsreifen, Reifendruck 3,5 bar) aus einer definierten Fallhöhe gegen eine Glasscheibe des Formats 876 x 1938 mm eingespannt in einem Rahmen. Bei der Prüfung werden in Abhängigkeit von der Fallhöhe des Zwillingsreifens drei Klassen unterschieden (EN 1991-1-1:2003, Tab. 6.12).

Besonders zu beachten bei der Konstruktion von absturzsichernden Verglasungen, ist das Verhältnis der Glasbreite zur Aufpralllagenhöhe des Doppelreifens. Bei ungünstigen Größenverhältnissen bewirkt die fehlende Breite eine entsprechend reduzierte Elastizität, des Verbundglaskörpers, die sich dann in einer entsprechend erforderlichen dickeren Gesamtglasstärke des VSG-Elements auswirkt. Bei VSG-Elementen mit Bohrungen, örtlichen oder punktuellen Befestigungen, des Glases mit lastabtragender Wirkung auf die Unterkonstruktion entstehen entsprechende Lastspannungsspitzen. In diesen Fällen ist es meist erforderlich entsprechend dickere Glasdimensionierungen vorzunehmen, um einen entsprechenden Nachweis des „weichen Stoßes“ führen zu können.

Die Pendelschlagprüfung für die jeweiligen Klassifizierungen gilt als bestanden, wenn bei üblicherweise 4 Proben die geprüften Verglasungen entweder (alle) nicht brechen oder (alle) ungefährlich brechen (kein Versatz oder keine Öffnung im Probekörper, durch die eine Kugel mit einem Durchmesser von 76mm und einer maximalen Kraft von 25 N hindurchpasst).

Hinsichtlich des Bruchverhaltens werden insgesamt 3 Typen unterschieden:

• Typ A : zahlreiche Risse mit vielen Bruchstücken mit scharfen Kanten (Floatglas)

• Typ B: zahlreiche Risse, Bruchstücke werden zusammengehalten und zerfallen nicht (Verbundglas)

• Typ C: Zerfall mit einer großen Anzahl von relativ kleinen Bruchstücken (vorgespanntes Glas)

R

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Randverbund

Der Randverbund bei Interpane besteht grundsätzlich aus einem zweistufigen Dichtsystem:

  1. Eine auf beide Seitenflächen des metallischen Abstandhalterprofiles aufextrudierte und rundum geschlossene Butylschnur als Primärdichtstoff. Sie dient als Wasserdampf- und Gasdiffusionssperre und hat damit vornehmlich die Aufgabe, die Einheit vor dem Eindringen von Luftfeuchtigkeit und dem Entweichen von Gas zu schützen.
  2. Ein Sekundärdichtstoff (z.B. Polysulfid), der über dem Profilrücken entsprechend der Systembeschreibung vollsatt und blasenfrei aufgebracht wird.

Diese Sekundärdichtung hat zwei Aufgaben zu erfüllen:

- Das dauerhafte Verbinden der beiden Scheiben, indem der Dichtstoff eine chemische Bindung mit den Glasoberflächen am Scheibenrand eingeht

- Luft- bzw. gasdichtes Verschließen der Einheit, d. h. der Dichtstoff verschließt den SZR hermetisch .


S

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Schalldämm-Maß Rw (bewertetes)

Verwendung bei der schalltechnischen Beurteilung von Verglasungen findet das bewertete Schalldämm-Maß Rw nach DIN EN 20140 Teil 3, das durch Messungen und Vergleich mit der Bezugskurve ermittelt wird. Es wird in Dezibel (db) ausgedrückt.

Auf Grund des logarithmischen Maßstabs, bewirkt eine Verbesserung der Schalldämmung von 10 dB eine Halbierung der Lärmbelästigung.

Die DIN 4109 (11.89) definiert folgende Formelzeichen:

Schallschutzisolierglas

Schallschutzisoliergläser von führenden Produzenten werden vertrieben. Da die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) neben einer erhöhten Schalldämmung zusätzlich auch einen verbesserten Wärmeschutz erforderlich machen, verfügen die modernen Schallschutzglas Typen gleichzeitig auch über niedrige U-Werte.

Schalldämmeigenschaften von Isolierglas werden prinzipiell durch folgende charakteristische Merkmale:

- vergrößerter SZR
- asymmetrischer Glasaufbau
- Spezialgasfüllung im SZR sowie ggf.
- Verwendung von Gießharz- bzw. speziellen Schalldämmverbundscheiben.

GPP bietet eine breitgefächerte Produktpalette, individuell abgestimmt auf die entsprechenden Erfordernisse an.

Dabei reicht der Schalldämmwert von Rw = 36 dB bis zu Rw = 52 dB. Die entsprechenden Ug-Werte staffeln sich von 1,3 W/m²K bis herunter zu 1,1 W/m²K (gem. DIN EN 673). Für alle Schallschutzglas- Typen besitzen die GPP- Produktionspartner Prüfzeugnisse anerkannter Prüfinstitute.

Aus Gründen des Umweltschutzes verzichtet die GPP- Produktionspartner bei der Produktion von Schallschutz-Isoliergläsern auf den Einsatz von SF6 als Gasfüllung!

Selektivitätskennzahl S

Mit der Selektivitätskennzahl S wird das Verhältnis von Lichtdurchlässigkeit tLzum Gesamtenergiedurchlassgrad (g) gekennzeichnet.

Die Kennzahl S bewertet Sonnenschutzgläser in Bezug auf eine (erwünschte) hohe Lichtdurchlässigkeit im Verhältnis zu dem jeweils angestrebten niedrigen Energiedurchlassgrad.

Eine hohe Selektivitätskennzahl drückt ein günstiges Verhältnis aus. 
S ~ 1,8 kennzeichnet dabei für neutrale Verglasungsprodukte die Grenzen des physikalisch Machbaren.

Beispiele für high performance Sonnenschutz-Isolierglas:

  • ipasol neutral 50/25
    S = 1,85
    (g-Werte nach DIN EN 410)

Shading coeffizient

Der "mittlere Durchlassfaktor b" ist die entscheidende Größe zur Berechnung der Kühllast.
Der b-Faktor wird auch "shading coeffizient" genannt und ist nach VDI 2078, Ausgabe Juli 1996, das Verhältnis aus g-Wert der jeweiligen Verglasung und dem g-Wert eines Zweischeiben-Normalglasfensters.
Der g-Wert dieses Zweischeiben-Normalglasfensters wird als Konstante mit 80 % angesetzt.


T

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Thermisch induzierte Glasbrüche

Bei Isolierverglasungen kommt es immer wieder zu Glasbrüchen wenn beispielsweise Sonnenschutzeinrichtungen innenliegender Sonnenschutz ohne Belüftung oder durchlaufende innere Glasscheiben eingesetzt werden.

Mit den aktuell zur Verfügung stehenden Berechnungsmethoden kann für fast alle Einbaulagen und Anwendungen eine entsprechende Simulation der zu erwartenden Spannungen der Gläser erfolgen und eine Berechnung der realistischen auftretenden Temperaturgradienten nach EN 572-1 werden

Max Temperaturgrandient 40K



Taupunkttemperatur

Als Taupunkttemperatur wird die Temperatur der Luft bezeichnet, bei der die relative Luftfeuchtigkeit den Wert von 100 % erreicht. Sinkt die Lufttemperatur bei unverändertem Feuchtegehalt, fällt Tauwasser an. Taupunkttemperaturen können an verschiedenen Stellen auftreten:

- Taupunkttemperatur im SZR von Isolierglas

Eine neue Isolierglas-Einheit soll über eine Taupunkttemperatur im SZR von <- 60 °C verfügen. Diese Temperatur, die nach DIN 52 345 bestimmt wird, ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal und sichert eine lange Lebensdauer des Isolierglases.

- Taupunkttemperatur der raumseitigen Scheibenoberfläche

Zur Tauwasserbildung auf der raumseitigen Scheibenoberfläche kann es kommen, wenn Warmluft plötzlich an einer kalten Scheibenoberfläche abkühlt oder relative kalte Luft mit Feuchtigkeit angereichert wird (z. B. Nassräume).

Die Kondensationsneigung kann durch den Einsatz von Warmglas, wie z. B. iplus neutral E erheblich gemindert werden, da durch den verbesserten U-Wert die raumseitige Scheibenoberflächentemperatur erhöht wird.

- Taupunkttemperatur der außenseitigen Scheibenoberfläche


In Einzelfällen kann es auch bei beschichtetem Warmglas auf den außenseitigen Scheibenoberflächen zur Kondensatbildung kommen. Sie tritt am frühen Morgen bei hohem Feuchtegehalt der Außenluft auf.

Die Ursache besteht darin, dass nachts wegen der hohen Wärmedämmung die Außenscheiben der Isoliergläser stark abkühlen.

Diese Kondensatbildung verschwindet jedoch mit den ersten Sonnenstrahlen schnell wieder.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Kondensatbildung sowohl auf der Raumseite als auch auf der Außenseite physikalisch und klimatisch bedingt ist.



TVG (Teilvorgespanntes Glas)


Teilvorgespanntes Glas (TVG), ist ein Glas mit höherer Biegebruchfestigkeit und Temperaturwechselbeständigkeit. Das Bruchbild ist ähnlich dem Floatglas.
Für die Herstellung von TVG gilt die ÖNORM EN 1863-1 (Teilvorgespanntes Kalknatronglas). Das Glas wird in einem Tempoofen ähnlich dem Einscheibensicherheitsglas (ESG) hergestellt. Produziert werden Glasstärken bis max. 12 mm.
Glasstärken über 12 mm können als TVG nicht produziert werden.
Die Druckfestigkeit von TVG beträgt 700-900 N/mm².
Produziert werden können als TVG alle üblichen Floatglasqualitäten. Die Biegebruchfestigkeit laut EN 1863 beträgt 70 N/mm².
Die zulässige Biegezugspannung für TVG beträgt 29 N/mm² und in jenen Anwendungsfällen bei denen TVG emailliert wird 18 N/mm².
TVG darf entsprechend den gültigen Verordnungen als Sicherheitsglas nur in mehrscheibigen VSG-Kombinationen verwendet werden.
Als Einfachglas (TVG-Monoglasscheibe) ist dieser Glastyp nicht als Sicherheitsglas gelistet und kann daher nur anstelle von „normalen“ Floatglas eingesetzt werden.
TVG unterscheidet sich von ESG durch sein charakteristisches Bruchbild, welches im Unterschied zur kleinen Krümelstruktur von ESG im Regelfall in größere Teile (entsprechend oben angeführter Grafik) zerfällt.

In der Regelanwendung als mehrscheibiges Verbundglas wirken diese Brucheigenschaften entsprechend positiv auf die Anforderungen an die Resttragfähigkeit von Sicherheitsverglasungen. Das Hauptanwendungsgebiet für TVG-Verbundglas sind Überkopfverglasungen, Glasvordächer, Glasbrüstungen mit absturzsichernder Funktion. In all diesen Anwendungsfällen bewirken die kaum deckungsgleichen Bruchstrukturen in jenen Fällen, wo es zum Bruch beider Scheiben des TVG-Verbundsicherheitsglases kommt, eine gegenseitige Stützfunktion durch den PVB-Folienverbund gesichert. In diesen Fällen besteht ausreichend Zeit für entsprechende Sicherungsmaßnahmen unterhalb von gebrochenen TVG-VSG-Scheiben, da diese nicht bereits nach kurzer Zeit nach unten durchbrechen.
Bei begehbaren oder zu Wartungszwecken betretbaren Verglasungen, kann durch einen entsprechenden Scheibenaufbau ein ausreichender „Resttragfähigkeits Nachweis“ geführt werden. Zahlreiche Bauteilveruche an entsprechend ausgerüsteten Forschungsinstituten in Europa, zeigen beeindruckende Ergebnisse.


U

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U-Wert (frühere Bezeichnung k-Wert)

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m² eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied der angrenzenden Raum- und Außenluft von 1 K hindurchgeht. Je kleiner der Ug-Wert, desto größer also die Wärmedämmung. Die Maßeinheit ist W/m²K.
Der Ug-Wert ersetzt den bisherigen Uv-Wert.
Die Ermittlung erfolgt entweder gemäß DIN EN 673 (Berechnung) oder nach DIN EN 674 (Messung).
Der Ug-Wert wird grundsätzlich mit der Temperaturdifferenz (T)  von 15 K ermittelt. Bisher basierte der Uv-Wert auf einer Temperaturdifferenz von 10 K. Diese europaweite Vereinheitlichung (T=15 K) führt in der Regel im Vergleich zum bisherigen Uv-Wert zu einer Erhöhung von 0,1 W/m²K

Beispielrechnung

V

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Verbundsicherheitsglas VSG

Bei der Herstellung von VSG werden zwei oder mehrere übereinanderliegende Glasscheiben durch eine oder mehrere hochelastische Folien aus Polyvinylbutyral (PVB) fest miteinander verbunden.
Verbundsicherheitsglas ist ein splitterbindendes Glas. Das bedeutet, dass beim Bruch einer VSG Scheibe die Bruchstücke an der Folie haften. Somit können sich so gut wie keine scharfkantigen Glassplitter lösen. Die Verletzungsgefahr wird minimiert.
Die zähelastische Folie erschwert zusätzlich das Durchdringen des Gesamt-Glaselementes, so dass auch die aktive Sicherheit deutlich erhöht wird (je nach Aufbau einbruch- bis durchschußhemmend).

GPP bietet ein breitgefächertes VSG Programm an unterschiedlichen Verbundsicherheitsgläsern an. Angefangen vom "einfachen" zweischeibigen VSG für Überkopfverglasungen über geprüfte Sicherheitstypen für Objekt- und Personenschutz im Bereich der Durchwurf- und Durchbruchhemmung bis hin zur durchschusshemmenden Verglasung.

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